Robert Musil, mein Vater und ich – Essay ohne Eigenschaften
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Produktinformationen "Robert Musil, mein Vater und ich – Essay ohne Eigenschaften"
Dass Dichter zwar nicht die Welt, aber durchaus das Leben eines einzelnen Menschen verändern können, führt Gottfried Böhme in seinem Essay ohne Eigenschaften vor. Der Roman, der für ihn diese Rolle spielte, ist Robert Musils Mann ohne Eigenschaften. Er half ihm, sich gegen einen Vater zu behaupten, der zeitlebens die Mitgliedschaft in der NSDAP sowie der SA verschwiegen hat – nach dem Krieg jedoch trotz fehlender theologischer Abschlüsse Pfarrer wurde und Karriere machte. Er half ihm aber auch, aus seinen eigenen jugendlichen Verwirrungen herauszufinden, denn er selber war in seiner Studentenzeit in maoistische Kreise abgedriftet. Welche Gedanken Musils ihm aus dieser verfahrenen Situation heraushalfen und schließlich sogar zu einem pädagogischen Konzept führten, in dem Genauigkeit und Seele, Mathematik und Mystik im Sinne Musils beide zu ihrem Recht kommen sollten, das entfaltet Böhme in seinem abwechslungsreichen Essay. Überraschend ist, wie aktuell viele der Fragen wirken, die Musil vor knapp einhundert Jahren aufwarf.
Gottfried Böhme wurde 1951 in Frankfurt/Main geboren und war bis 1992 Lehrer am Rande der Schwäbischen Alb. Er ging dann nach Leipzig, wo er anfangs in der Lehrerfortbildung tätig war und noch heute lebt. An die Schule zurückgekehrt entwickelte er einen philosophischen Kurs namens Geist und Materie. In diesem Kurs diskutierte er mit seinen Schülerinnen und Schülern über Phänomene, für die sich Naturwissenschaftler, Philosophen und Theologen gemeinsam interessieren. Aus diesen Diskussionen ging das Buch Stein und Zeit hervor, in dem es zentral um den Ewigkeitsbegriff geht. Die Inspiration zu diesem Projekt bekam er durch die Beschäftigung mit Robert Musil.
In der Grauen Edition erschienen von ihm drei weitere Bücher: Die zweite Dimension der Zeit – Wider den Monochronismus, in dem Böhme eine philosophisch verschüttete Weise, über Zeit nachzudenken, wiederbelebt, dann Verschattete Freiheit, in dem er versucht, den Freiheitsbegriff philosophisch zu rehabilitieren, schließlich Fühlende KI? Denkendes Fleisch?, in dem, wie der Untertitel schon sagt, Zehn Versuche, das Bewusstseinsrätsel zu lösen.
| Autor | Böhme, Gottfried |
| Größe | 14,5 x 23,5 cm |
| ISBN | 978-3-907370-09-4 |
| Seiten | 273 |
| Typ | Gebunden |
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